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Jugendreisebericht Libanon Juli 2015

Eine Jugendreise von Open Doors führte eine Gruppe von jungen Leuten aus der Schweiz im Sommer 2015 in den Libanon.

KOSTBAR in den Augen Gottes

IMG_3846 UG-InfoEine Jugendreise von Open Doors führte eine Gruppe von jungen Leuten aus der Schweiz im Sommer 2015 in den Libanon. Flüchtlinge aus dem Nahen Osten zu treffen und mitzuerleben, was die lokale Kirche alles tut, um den Kriegsvertriebenen zu helfen, machte sie betroffen. Marc André und Céline berichten.

 

IMG_3892 UG InfoMarc André kam mit syrischen und irakischen Flüchtlingen in Kontakt, als er bei einem viertägigen Lager in Beirut mithalf, an dem täglich 60 bis 80 Kinder teilnahmen. Seine Gruppe von acht Freiwilligen leitete Spiele an, überbrachte ermutigende Botschaften und Zeugnisse und packte mit an, wo es nötig war, z.B. bei Bastelworkshops und Freizeitaktivitäten.

Das Ausmaß und die Herausforderungen der Flüchtlingskrise erschütterten ihn. "Diese Reise hat mir die Augen geöffnet für die wirkliche Situation", sagt er. "So viele Menschen, Familien und Kinder, sind betroffen. Die syrischen Flüchtlinge machen ein Fünftel der libanesischen Bevölkerung aus. Einige hatten in ihrer Heimat ein gutes Leben, nun haben sie nichts mehr."

Céline war mit acht Jugendlichen im Norden. Sie halfen in einer Kirche mit, die sich um Flüchtlinge in einem Dorf kümmert. In einem Lager hörten sie, was Gleichaltrige von ihrer Flucht erzählten, und besuchten eine Dorfschule, wo sie zu Schülern sprachen.

Auch Céline war betroffen von der Not der Vertriebenen und beeindruckt vom Engagement der Kirche. "Was die Christen tun, ist für die Flüchtlinge lebenswichtig", sagt sie. "Ihre Haltung und ihr Engagement ist ein segensreiches Zeugnis. Sie machen den Menschen Mut, weil sie auf sie zugehen. Auch wenn es nur ein Tropfen auf den heißen Stein ist, so ist das immerhin besser als nichts. Es ist ein kostbarer Tropfen, denn jedes Leben ist in den Augen Gottes kostbar."

"Man muss sich um diese Kinder kümmern", sagt Marc André. "Sie haben ihr Zuhause verloren, aber wenn niemand ihnen beisteht, werden sie auch keine Zukunft haben."