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Update der Schreibaktion für den Pastor Dayaratne (Sri Lanka)

Pastor Dayaratne und seine Frau bedanken sich für alle ermutigenden Briefe und Karten, die sie aus aller Welt erhalten haben.

Sri Lanka 05Zwei Jahre ist es her, seit Pastor Dayaratne „seine“ Waisenkinder verloren hat. Lange Zeit hatte „Agape“ als angesehenstes Waisenheim im Süden von Sri Lanka gegolten. Doch dann entfachten buddhistische Mönche eine regelrechte Hetzkampagne gegen den Pastor und erreichten, dass die Behörden die Einrichtung schlossen. Heute kämpfen er und seine Frau Mala darum, das Heim wieder eröffnen zu dürfen.

Intrige gegen Pastor Dayaratne

Im Jahr 2001 gründete Pastor Dayaratne das Agape-Waisenheim, um verwaisten, verlassenen und missbrauchten Kindern ein Zuhause zu bieten. Innerhalb weniger Jahre wuchs die Zahl der aufgenommenen Kinder auf über hundert Kinder an. Dayaratne und seine Frau behandelten die Kinder ungeachtet ihres Alters oder ihres Hintergrunds wie ihre eigenen. Das Anwesen liegt in der buddhistischen Hochburg Hambantota. Die dort ansässigen Mönche sahen in dem christlichen Kinderheim eine Gefahr für die Kinder. Sie überhäuften das Ehepaar mit einer Flut frei erfundener Anschuldigungen. Dayaratne habe die Kinder sexuell belästigt, sie zur Prostitution gezwungen und ihnen Schmerzen zugefügt, lauteten einige davon. Die Kinder bestritten all das entschieden.

Eines Nachmittags zwangen buddhistische Mönche einige Jungen aus dem Heim, eine Gruppe zum Heim gehörender Schweine umherzujagen. Nachbarn töteten eines der Schweine, das die Jungs zerlegen mussten, während sie heimlich gefilmt wurden. Die Aufnahmen wurden über sri-lankische Medien verbreitet und lösten einen Skandal aus.

„Die Medien gaben mir keine Chance“

Sri Lanka 06

Über Nacht galt Pastor Dayaratne als herzloser Kinderschänder, Sklaventreiber und Räuber. Sogar Christen glaubten die Lügen. „Die Medien gaben mir keine Chance, um etwas richtig zu stellen. Auch die Kinder bekamen keine Gelegenheit, irgendetwas zu erklären“, sagt er. „Ich fürchtete in dieser Zeit, die Leute um mich her könnten mich schlagen oder töten. Extremistische Hindu-Gruppen boten in den Medien an, alle Agape-Kinder aufzunehmen.“ Kurze Zeit später ordnete ein Gericht an, das Heim zu schließen und alle Kinder andernorts unterzubringen. Nun hat das Ehepaar nun beantragt, das Waisenheim wieder eröffnen zu dürfen, der Ausgang der Anhörungen ist noch ungewiss. Insgesamt sind in Sri Lanka etwa 70 Prozent der Bevölkerung Buddhisten und nur 8 Prozent Christen.

Infos Oktober 2015