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Syrien

Überblick

In dem seit 2011 wütenden syrischen Bürgerkrieg sind die kriegsführenden Parteien kaum mehr zu unterscheiden. Offensichtlich sind der religiöse Aspekt des Konfliktes sowie die Spannungen zwischen Sunniten und Schiiten, zu denen auch das alawitische Assad-Regime zählt. Die sogenannte syrische Opposition hat sich in den vergangenen Kriegsjahren mehr und mehr islamisiert und in einem gewissen Grad Formen eines Heiligen Krieges, sprich Dschihad, gegen die Regierung angenommen. Neben der Radikalisierung der gesamten syrischen Gesellschaft hat die als Islamischer Staat (IS) bekannte Terrorgruppe zunehmend an Einfluss gewonnen und kontrolliert den Ostteil des Landes. Im Juni 2014 rief sie in grossen Teilen Syriens und des Iraks das Kalifat aus, in dem eine strikte Auslegung des Korans und der Scharia als gesetzliche Grundlage gilt.

Das Assad-Regime hingegen, unterstützt von Russland und dem Iran, kämpft vor allem in den westlichen Teilen des Land um seinen Machterhalt.

Ursachen der Verfolgung

Neben dem islamischen Extremismus ist es der Totalitarismus des Staates und die systematische Korruption, welche die Verfolgung der Christen anheizen.

Vor dem Bürgerkrieg genossen die Christen unter Assad ein vergleichsweise hohes Mass an Freiheit. Das änderte sich mit dem Auftreten der islamisch motivierten Gruppen. Der im Februar 2014 aufgezwungene «Dhimmi-Vertrag» bedeutet eine deutliche Verletzung ihrer Glaubensfreiheit. Als Dhimmi oder sogenannte Schutzbefohlene des Islam, geniessen Christen nur noch eingeschränkte Rechte und sind verpflichtet, eine – oftmals extrem hohe – Kopfsteuer zu bezahlen.

Hintergrundinfo zur christlichen Minderheit

90 % der Syrer bekennen sich zum Islam. Christen sind nur noch eine Minderheit von rund 794 000 Personen. Die Mehrheit von ihnen hat die vom IS kontrollierten Gebiete verlassen. Aus diesem Grund hat auch die Gewalt gegen sie etwas abgenommen.

Die Christen stehen zwischen allen Fronten: Einerseits kann das Assad-Regime ihren Schutz durch das Stillhalteabkommen nicht mehr gewährleisten, andererseits dulden Opposition und radikale Islamisten keine Andersgläubige in den von ihnen kontrollierten Gebieten. In seinem Bemühen, jede Spur christlichen Lebens in seinem Territorium zu tilgen, hat der IS zahlreiche Kirchen entweder beschädigt oder ganz zerstört.

Beispiele der Verfolgung

24. Januar 2016: Durch eine Attentat des IS in der Umgebung von Al-Hassaka werden die drei Christen Bassa Jacob, Fawzi Azar und Morris Khajo getötet und sieben weitere Personen verletzt.

27. März 2016: Eine Selbstmordattentäterin zündet vor der syrischen Kirche St. Georges in Ras Al-Ayn ihren Sprengstoffgürtel. Mehrere Zivilisten, darunter zwei Christen, werden getötet.

10. April 2016: Kämpfer des IS bringen in Al-Qaryatain, einer Stadt im Gouvernement Homs, 21 Christen um.

 
Petition  "1 Million Zeichen der Hoffnung"

Hoffnung für den Nahen Osten: Petition


Ziel der Petition "1 Million Zeichen der Hoffnung" ist es, innerhalb anderthalb Jahren, weltweit eine Million Unterschriften zu sammeln, und diese dann im Dezember 2017 dem neuen Generalsekretär der UNO zu übergeben.

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Überlebenschance für die Kirche im Irak und in Syrien

Überlebenschance für die Kirche im Irak und in Syrien

Dank Ihrer Spenden kann Open Doors zusammen mit Partnerkirchen vor Ort regelmässig 27'000 christliche Familien in Syrien und im Irak untersützen. 2017 gehen die Projekte in eine neue Phase. Open Doors engagiert sich für den Wiederaufbau und investiert in Business-Projekte.

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Gebet für die syrischen Christen

Gebet für Syrien

Angesichts des Krieges und der anhaltenden Kämpfe bitten Christen aller Denominationen Gott um sein Erbarmen für Syrien und ein Ende der Gewalt. Aktualisierte Gebetsanliegen sind jeden Monat verfügbar.

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Berufen zu bleiben

Ich fühle mich berufen in Aleppo zu bleiben

"Wir helfen einigen von ihnen, ihre Miete zu bezahlen, und bieten medizinische Hilfe an. Ausserdem hat unsere Gemeinde einen Brunnen gegraben, um sauberes Trinkwasser zur Verfügung zu stellen."

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