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Palästinensergebiete

Überblick

Die Lage der Christen im Westjordanland und Gazastreifen ist komplex. Als Minderheit in einem muslimischen Umfeld sitzen sie zwischen Stuhl und Bank und sind im israelisch-palästinensischen Konflikt zahlreichen Restriktionen durch die israelischen Behörden ausgesetzt.

Die Lebensbedingungen der Christen in den zwei Territorien ist sind nicht gleich. Im Westjordanland geniessen sie unter der Fatah gewisse Freiheiten und Rechte, von denen die Christen im Gazastreifen nur träumen können. Die Hamas toleriert sie, gewährt ihnen jedoch weder spezielle Recht noch garantiert sie die Freiheit zu glauben oder den Religionswechsel. Hinzu kommt, dass Christen im Gazastreifen zusätzlich den Drohungen fanatischer islamischer Gruppierungen ausgesetzt sind. Wobei im 2016 keine Tätlichkeiten rapportiert worden ist.

Allgemein betrachtet geht der christliche Bevölkerungsanteil in beiden Gebieten kontinuierlich aufgrund Emigration und einer sehr tiefen Geburtsrate zurück. Andererseits wenden sie zunehmend Muslime dem christlichen Glauben zu.

Ursachen der Verfolgung

Im Wesentlichen ist es der islamische Extremismus, der für die schwierige Lage der Christen verantwortlich gemacht werden kann. Das palästinensische Grundgesetz erklärt den Islam als verbindliche Religion und die Regierungsbehörden beider Territorien stützen sich bezüglich Rechtsprechung auf die Scharia.

Hintergrundinfo zur christlichen Minderheit

Open Doors geht von rund 70 800 Glaubensgeschwistern in beiden Gebieten aus, wobei ihre Anzahl sinkt. Sie sind entweder griechisch-orthodox oder römisch-katholisch. Es gibt einige protestantische Freikirchen vor allem in und um die Ortschaften Ramallah, Nablus und Bethlehem. Im Gazastreifen sind besonders auch Konvertiten durch ihre islamischen Familien gefährdet.

Beispiele der Verfolgung

Dezember 2015: In Bethlehem liegen rund 95% der Wirtschaftsleistung in den Händen von christlichen Familien. Die Gewaltausbrüche der vergangenen Jahre hat den Tourismus fast vollständig zum Erliegen gebracht. Der wirtschaftliche Verlust ist enorm und treibt die Christen in die Emigration.

24. August 2016: Die israelische Behörde verhindern die Ausreise von drei jungen palästinensischen Christen* aus dem Gazastreifen, die an einer Konferenz von JMJ in Polen teilnehmen wollten.

* Die Namen der Betroffenen werden aus Sicherheitsgründen nicht offengelegt.


 

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