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Oman

Überblick

Das Sultanat Oman ist eine Monarchie im Osten der Arabischen Halbinsel. Seine Nachbarn sind die VAE und der Jemen. Die etwas mehr als vier Millionen Einwohner leben vorwiegend in Städten und zählen sich zu 75 % den Ibaditen zu, einer religiösen Sondergemeinschaft des Islam, die sich tolerant und friedvoll gibt. Im Gegensatz zu vielen anderen muslimischen Ländern, in denen sich der radikale Islam ausbreitet, blieb das Sultanat bis anhin davon verschont.

Sultan Qabus ibn Said ist seit 1970 an der Macht. Er hat damals seinen Vater abgesetzt und mittlerweile sein Land, nach einer wechselvollen Geschichte zu einem sicheren und stabilen Faktor entwickelt.

Die Verfassung erlaubt jedem Einwohner, seinen Glauben gemäss geltender Bräuche, öffentlicher Ordnung und der guten Sitten auszuüben. Die Apostasie, d.h. der Abfall vom Islam, ist per Gesetz nicht verboten. In der Realität sieht sich ein Omaner, der sich zum Christentum wendet, aber grossen Schwierigkeiten innerhalb seiner Familie gegenüber. Denn rechtlich betrachtet sind alle Omaner Muslime. Ein Konvertit riskiert, alle familiären Rechte, inkl. des Erbrechtes, zu verlieren. Einem Vater beispielsweise kann auch das Sorgerecht für seine Kinder entzogen werden oder seine Ehe wird geschieden. Ein Konvertit oder eine Konvertitin muss weiter damit rechnen, wegen des neuen Glaubens ermordet zu werden und es gibt Fälle, wo Angehörige die Behörden einschalteten, um einen Konvertiten oder eine Konvertitin in eine psychiatrische Klinik einzuliefern.

Ursachen der Verfolgung

Der Druck auf Christen wird bestimmt durch einen extremen Islamismus und den totalitären Machtanspruch der Regierung.

Zur Situation der Christen

Es gibt nur einige wenige einheimische Christen. Zusammen mit den ausländischen Christen sind es um die 204 000 Menschen. Die mehrheitlich ausländischen Christen profitieren von der allgemeinen Versammlungsfreiheit. Sie können sich privat oder in ihren Büros treffen, solange sie diskret und bei den Behörden registriert sind. Die Zahl der Registrierungen wird begrenzt, um bei den Omanern keinen Anstoss zu erregen. Christen dürfen mit einem Omaner nicht über den christlichen Glauben diskutieren oder sich öffentlich dazu bekennen. In den vergangenen Jahren wurde Christen mehrheitlich dann ausgewiesen, weil sie über ihren Glauben gesprochen haben.

Die Regierung überwacht die Gemeinden, um sicherzugehen, dass die Predigten keine politischen Botschaften und Aussagen beinhalten und bei den Versammlungen keine Omaner teilnehmen.


 

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