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Nordkorea

Überblick

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Noch immer ist Nordkorea das Land mit den schwierigsten Bedingungen für Christen ihren Glauben auszuleben. Die Hoffnungen auf eine gewisse Öffnung durch den neuen Machthaber, haben sich nicht erfüllt. Kim Jong-Un führt die Politik seines Vaters und Grossvaters weiter und regiert sein Land mit eiserner Hand. In seinen Augen ist und bleibt der christliche Glaube ein schädliches Gedankengut aus dem Westen.

Die Grundlage seiner Herrschaft steht auf zwei ideologischen Pfeilern: Erstens auf die als «Juche» bezeichnete politische Ideologie mit dem Fokus auf Autarkie und Selbstständigkeit und zweitens auf den extremen Personenkult um seine Figur als «Grosser Führer». Bereits in dritter Generation leitet er die Geschicke des nördlichen Teils der koreanischen Halbinsel. Er wird als höchste religiöse Instanz verehrt und gefürchtet. Das lässt keinen Platz mehr übrig für ein anderes Glaubensbekenntnis.

Die Christen haben kein leichtes Leben. Sie stehen unter grossen Druck und unternehme alles, damit ihr Glaube so geheim wie nur möglich bleibt, um nicht verhaftet zu werden und in ein Arbeitslager zu kommen oder hingerichtet werden. Viele Eltern verwehren ihren Kindern eine christliche Unterweisung, weil sie fürchten, dass ihre Kinder ungewollt etwas über den Glauben ihrer Eltern verraten. Gerade auch, weil die Kinder dazu angehalten werden, ihre Eltern zu denunzieren, falls sie Christen sind.

Wie in kommunistischen Ländern üblich, gilt der christliche Glaube als «Opium für das Volk». Als ein Werkzeug der sogenannten Bourgeoisie, die das Volk manipuliert, wird das christliche Bekenntnis mit dem Westen gleichgesetzt und deswegen als besonders subversiv und staatsgefährlich betrachtet. Es soll völlig aus Nordkorea verschwinden, weil es der Entwicklung eines kommunistisch geprägten Gemeinwesens entgegenstehe.

Ursachen der Verfolgung

Die Auslöser der Christenverfolgung liegen wie weiter oben schon erwähnt, in Nordkorea im Totalitarismus des Staates und der damit verbundenen Paranoia der Herrscherfamilie begründet, die alle Bereiche der Gesellschaft absolut kontrolliert.Hintergrundinfo zur christlichen Minderheit

Vor 1945 zählte man in Nordkorea ungefähr eine halbe Million Christen. Seit über 60 Jahren werden sie verfolgt. Aufgrund der grossen Anzahl Kirchen erhielt die Hauptstadt Pyongyang sogar den Übernamen «Jerusalem des Orients». Knapp 10 Jahre nach der Machtübernahme durch Kim Il-Sung war jede sichtbare Spur des Christentums getilgt. Kim Il-Sung und Kim Jong-Il, der Grossvater und Vater des aktuellen Herrschers, brandmarkten die Familien von Christen auf 4 Generationen hin. Jede Äusserung gegen die Herrscherfamilie ist untersagt, die Verehrung anderer Gottheiten verboten. Christen verstecken ihre Bibeln verstecken oder zerstören sie, nachdem sie ganze Passagen auswendig gelernt haben.Beispiele der Verfolgung

16. Dezember 2016: der koreastämmige kanadische Pastor Lim Hyeun-Soo wurde vom Obersten Gerichtshof für schuldig befunden, einen Regierungsumsturz zu beabsichtigen und zu einer lebenslänglichen Gefängnisstrafe verurteilt. Lim Hyeun-Soo hatte unzählige Male das Land besucht und durch seine humanitäre Hilfe Pflegeheime, Kindergärten und Kinderheime unterstützt.

30. April 2016: In der Grenzstadt Chiangbai wird der 49-jährige chinesisch-koreanische Pastor Han Choong Yeol von Sicherheitsagenten Nordkoreas getötet. Der Grund: er hat sich für Flüchtlinge aus Nordkorea engagiert.



 
Nordkorea

Nordkorea: Nummer eins auf dem Weltverfolgungsindex

Mit insgesamt 90 Punkten hat Nordkorea auf dem Weltverfolgungsindex 2014 den unrühmlichen ersten Platz inne, bereits das 12. Jahr in Folge. Man kann mit Sicherheit sagen, dass sich für die christliche Minderheit im Land seit Kim Jong Uns Machtübernahme nichts zum Besseren verändert hat.

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