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Mauretanien

Überblick

Theoretisch erlaubt die selbsternannte islamische Republik im Nordwesten des afrikanischen Kontinentes mehrere Parteien, faktisch jedoch lenken seit 30 Jahren die Militärs die Geschicke des Landes und seiner vier Millionen Einwohner, die nur einmal kurz unterbrochen wurden von einem demokratischen Intermezzo im Jahr 2007. Die islamischen Terrorgruppen erscheinen seit 2005 auf der politischen Bühne und fordern, wie beispielsweise Al-Kaida im Maghreb (AQMI), Parlament und Regierung heraus.

In diesem Land, das zu den ärmsten auf der Welt gehört, ist das Zusammenleben zusätzlich von der ethnischen Zusammensetzung der Bevölkerung geprägt, die auch bis weit in die Politik hineinspielt. Vereinfacht gesagt, treffen arabische Berber auf schwarzafrikanische ehemalige Sklaven. Die gesamte Bevölkerung bezeichnet sich inzwischen als sunnitische Muslime und die winzige Minderheit mauretanischer Christen, vorwiegend Katholiken, hat einen schweren Stand. Besonders Konvertiten sind speziell gefährdet und halten ihren Glauben deswegen geheim.

Ursachen der Verfolgung

Es ist der Islam, der das Leben der Christen auf sozialer Ebene durch Familie und/oder Clan einschränkt und seinen Einfluss über die Bevölkerungsstruktur wahrnimmt.

Zur Situation der Christen

Mauretanien zählt etwa 5000 Christen. Sie lassen sich in zwei Gruppen einteilen: einheimische Christen mit einem muslimischen Hintergrund, die ihren Glauben aus Furcht vor ihrem sozialen Umfeld im Geheimen ausüben und ausländische Christen.

Plötzliche, gewalttätige Ausbrüche nach Leib und Leben sind eher selten, es ist die vorsätzliche Benachteiligung und systematische Diskriminierung, die den Christen Mühe bereitet und die in allen Gesellschaftsbereichen vorkommt. Politische wie demokratische Instanzen, welche die Rechte der Bevölkerungen vertreten sollten, sind leider schwach und lassen eine Verbesserung in Bezug auf die Glaubens- und Religionsfreiheit für die Christen nicht erwarten.

Beispiel der Verfolgung im 2016: anonym und undatiert

Ein Christ, dessen Name aus Sicherheitsgründen hier nicht genannt werden kann, wird durch seine Familie daran gehindert, das Land zu verlassen. Er wollte weggehen, weil er den Druck und die Belästigungen durch seine Familie nicht mehr ertragen konnte.

 

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