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Malediven

Überblick

In den Köpfen vieler Europäer gelten die Malediven als ultimatives Paradies und attraktives Reiseziel. Sie kommen kaum bis gar nicht in Kontakt mit dem strikten Islam und den politischen Problemen, mit denen das Land zu kämpfen hat. Im September 2015 wurde beispielsweise Vizepräsident Ahmed Adeeb abgesetzt. Ein Strafgericht verurteilte den Spitzenpolitiker unter dem Verdacht, Präsident Abdulla Yameen umbringen zu wollen.

Die maledivische Bevölkerung wird zerrissen zwischen zwei Tendenzen: Verwestlichung und islamischen Fundamentalismus. Nationalität, Staatsbürgerschaft und Religion sind untrennbar miteinander verknüpft. Dazwischen gibt es nichts, – ein Maledive ist immer Muslim und wandert ins Gefängnis, falls man ihn mit einer Bibel erwischt. Die islamische Regierung des Inselstaates versteht sich als alleiniger Hüter des Islam. Sie schafft fortwährend neue Gesetze, die den Religionswechsel erschweren oder verhindern und ihn unter Strafe stellen.

Ursachen der Verfolgung

Auf den Malediven lassen sich die Ursachen der Unterdrückung auf einen extrem verstandenen Islam zurückführen. Es existiert weder Glaubens- noch Pressefreiheit.

Hintergrundinfo zur christlichen Minderheit

Offiziell gibt es keine maledivischen Christen. Inoffiziell zählt der christliche Leib einige Tausend Menschen. Aus Sicherheitsgründen kann ihre genaue Anzahl nicht bekannt gegeben werden. Einige Christen leben ihren Glauben nur im Geheimen aus. Es gibt weder Kirchen noch öffentliche Gottesdienste. Die wenigen Christen im Land habe keine legalen Möglichkeit sich zu treffen. Von Gesetzes wegen ist es verboten Bibeln und christliche Literatur einzuführen. Ausländische Christen, in der Regel aus Indien und Sri Lanka, werden streng überwacht.