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Kolumbien

Überblick

Kolumbien liegt im nördlichen Teil Südamerikas und definiert sich als moderner, demokratischer Rechtsstaat, der die Glaubens- und Religionsfreiheit garantiert. Allerdings befinden sich grosse Teile des Landes unter der Kontrolle krimineller Organisationen wie Drogenkartelle oder paramilitärische Gruppen. Darunter und der oftmals sehr mangelhaften und ungenügenden Strafverfolgung leidet die gesamte Bevölkerung seit Jahrzehnten. Der Bürgerkrieg zwischen der Revolutionäre Streitkräfte Kolumbiens (FARC) und der Regierung, der das Land seit 1964 im Griff hat, ist im vergangenen Jahr im Juni 2016 mit einem Friedensvertrag beendet worden. Regierung, Bevölkerung und ehemalige Rebellen stehen nun vor der grossen Herausforderung diesen Vertrag umzusetzen und mit den offenen Wunden des 50-jährigen Konfliktes mit seinen 220 000 Toten und gegen 7 Millionen internen Flüchtlingen Frieden zu finden.

Ursachen der Verfolgung

In Kolumbien beeinflussen Korruption und ethnische Spannungen zwischen verschiedenen Bevölkerungsgruppen die Lebensbereiche der Einwohner.

Betroffen von dieser Unterdrückung sind alle christlichen Denominationen. Christen, die sich gegen die herrschende Korruption aussprechen oder wichtige verantwortungsvolle Stellen besetzten sind besonders gefährdet. Der ausgeübte Druck ist vor allem auf lokaler Ebene spürbar, wo zahlreiche einheimische Christen aus ihrer ursprünglichen Heimat vertrieben wurden.

Zur Situation der Christen

Über 80 % der Bevölkerung betrachten sich als Christen. Sie sind entweder katholisch (75 %) oder evangelisch (10 %). Schätzungsweise 800 000 Christen werden wegen ihres Glaubens verfolgt.

In den von dem traditionellen Ahnenkult geprägten Stammesgebieten sind es oftmals Dorfchefs, die um ihre Vorrangstellung fürchten. Sie beschuldigen Christen, durch ihren Glauben und ihre Aktivitäten die indigene Kultur und Tradition zu gefährden und wissen die Bevölkerung hinter sich. Speziell betroffen davon sind einheimische Christen in den Departamentos Córdoba, Cauca und Putumayo. Man verwehrt ihnen regelmässig Leistungen der sozialen Grundversorgung, übergeht sie bei dörflichen oder gemeinschaftlichen Entscheidungsprozessen. Sie leben unter der Drohung, für ihren Glauben entweder gefoltert oder vertrieben zu werden.

Beispiele der Verfolgung

April 2016: Pastor Norberto Duran weigert sich einer kriminellen Organisation Geld zu übergeben und wird angeschossen.

Juni 2016: 30 Jahre lang hat ein einheimischer Indio-Dorfchef* die Christen in seinem Dorf drangsaliert und geplagt. Nun muss er sich selber verstecken, da er sich zu Christus bekehrt hat.

*Der Name des Betroffenen bleibt aus Sicherheitsgründen ungenannt


 
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Kolumbien

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