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Eritrea

Überblick

Die nachlassende Verfolgung in Eritrea und damit dem Rückgang der Position auf dem WVI von Platz 3 auf Platz 10 hat mit zwei Tatsachen zu tun: Die aktiven «sichtbaren» Christen haben entweder das Land verlassen oder sind im Gefängnis. Sie werden zum Teil in metallenen Containern festgehalten, in Militärlagern oder an Orten versteckt, wo nur Regierungsfunktionäre Zugang haben. Die anderen «unsichtbaren» Christen leben so diskret, dass sie auf dem Radar der Regierung nicht mehr erscheinen.

Präsident Isaias Afewerki regiert das Land seit 1993 mit eiserner Faust. Sein autoritäres Regime toleriert weder Opposition noch freie Meinungsäusserungen und schon gar keine Versammlungen.

Eritrea ist eines der zwei afrikanischen Länder, das auf der Prioritätenliste des US-Aussenministeriums zuoberst steht.

Ursachen der Verfolgung

Die Hauptursachen der Verfolgung der 2,7 Millionen Christen sind die Diktatur von Präsident Isaias Afewerki und der islamische Extremismus. Tausende wurden verhaftet und haben die Haft nicht überlebt. Diejenigen, die es wagen, zu fliehen, aber von den Sicherheitskräften erwischt werden, werden zusammengeschlagen oder umgebracht.

Die Regierung überwacht alle Lebensbereiche der Bürger: das private wie familiäre Leben, das gesellschaftliche, kirchliche und zivile, und das militärische ebenso.

Hintergrundinfo zur christlichen Minderheit

Viele Christen, hauptsächlich die junge Generation, verlässt das Land.

Diejenigen kirchlichen Gemeinschaften, die bereits 1952 existierten, geniessen eine gewisse Vorrangstellung. Es sind dies die eritreisch-orthodoxe (die wichtigste), die römisch-katholische und die evangelisch-lutherische Kirche.

Potentielle Treffpunkte der Gläubigen stehen unter ständiger Beobachten durch staatliche Autoritäten. Personen, die unter dem Verdacht stehen, zur «Untergrundkirche» zu gehören, werden an ihren Arbeitsplätzen ausspioniert und alle ihre Bewegungen und Aktivitäten auf das genaueste kontrolliert und festgehalten.

Eritreische Christen stellen für die Regierung grundsätzlich eine Gefahr dar. Ihre Häuser und Aufenthaltsorte werden angegriffen und die Menschen selber unter schlimmsten Bedingungen inhaftiert, wo sie elendiglich zugrunde gehen.

Beispiele der Verfolgung

12 November 2015: Einem Christen gelingt die Flucht aus dem Gefängnis. Er berichtet, dass unter seinen 108 christlichen Mithäftlingen viele unter der Folter oder infolge einer Lungenentzündung gestorben sind. Er selber wurde schwer zusammengeschlagen.

April 2016: 10 orthodoxe Priester protestieren gegen die Verhaftung ihres Patriarchen Abune Antonio und werden verhaftet.

 
Gebet für Eritrea

Gebet für Eritrea

Am 24. Mai wird in Eritrea der Unabhängigkeitstag gefeiert. Wir nehmen diesen nationalen Feiertag seit einigen Jahren zum Anlass, um ganz besonders für die Christen in Eritrea zu beten. Auf unserer Sonderseite finden Hilfen und Gebetsanliegen dazu.

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DVD SVK 2011

DVD vom SVK 2011 (Marokko, Indien, Eritrea)

Zusammen mit Marokko und Indien war Eritrea eines der Länder im Fokus beim Sonntag der verfolgten Kirche 2011. Zu diesem Anlass haben wir eine DVD  aus unserer Reihe "Blick in die Welt" erstellt, in denen die drei Länder ausführlicher vorgestellt werden.

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Strasse in der Hauptstadt Asmara

Zeugnis einer eritreischen Kirchenleiterin

Als Kirchenleiterin in Eritrea hat sie alles erlebt, was Christen in diesem Land drohen kann: Seit Beginn der systematischen Verfolgung von unabhängigen Kirchen vor zehn Jahren war sie zweimal im Gefängnis, wurde geschlagen, bedroht, überwacht und musste schliesslich fliehen.

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