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Bahrain

Überblick

Das Königreich Bahrain ist ein aus 33 Inseln bestehender muslimischer Staat in einer Bucht des Persischen Golfes. Seine Fläche von rund 750 km², inklusive künstlicher Aufspülungen, ist etwas kleiner als das Stadtgebiet von Hamburg. Das hauptsächlich schiitisch-islamische Land ist aufgrund seiner internationalen Position im Bankwesen und im Handel allgemein recht tolerant.

Die Verfassungsbestimmungen hinsichtlich Religionsfreiheit sind jedoch widersprüchlich. Auf der einen Seite sehen sie die Religionsfreiheit vor, auf der anderen Seite darf diese die bestehenden Bräuche, die öffentliche Ordnung oder die guten Sitten nicht verletzen. Die Bedrohung für Christen wird greifbarer, obwohl der Emir ein Landstück zur Verfügung gestellt, auf dem eine zweite koptische Kirchengebäude errichtet werden kann, da die Bedeutung des Islam zunimmt und konservative wie extremistische Strömungen erkennen lässt.

Ursachen der Verfolgung

In Bahrain ist in erster Linie der diktatorische Machtanspruch, der mit dem Mittel eines strikt ausgelegten und eingeforderten Islam für die Verfolgung verantwortlich. Die Regierung benutzt Kontrolle und Unterdrückung, um ihre Macht zu erhalten.

Hintergrundinfo zur christlichen Minderheit

Bahrain zählt ungefähr 186 000 Christen aus einer grossen Anzahl christlicher Gastarbeiter aus Südasien, die in Bahrain leben und arbeiten und einer kleinen Gemeinschaft einheimischer Christen. Innerhalb ihrer privaten Gemeinderäumlichkeiten können sich die ausländischen Christen relativ frei versammeln. Die Anzahl ihrer Versammlungsorte wird allerdings begrenzt und mehrere Gemeinschaften müssen sich deswegen dieselben Örtlichkeiten teilen. Die Gottesdienste sind auf Englisch, keinesfalls in Arabisch. Mit einheimischen Muslimen über den christlichen Glauben zu sprechen ist absolut verboten.

Für die Konvertiten aus dem Islam stellt sich die Situation ganz anders dar. Sie werden stark unter Druck gesetzt, vor allem durch ihr soziales Umfeld, aber auch durch die staatlichen Autoritäten.