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Myanmar: Die Christen unter den Rohingyas

Rohingya refugees in BangladeshSeit mehreren Jahren flüchten die Rohingyas vor der Gewalt in Myanmar nach Bangladesch oder Indien. Unter ihnen befinden sich auch Christen, die von allen verachtet werden.

Noch kaum bekannt vor einigen Monaten, sind die Rohingyas kürzlich ins Rampenlicht der Aktualität getreten. Um den Gewalttaten in ihrer Heimat zu entkommen, haben 430'000 von ihnen in Bangladesch Zuflucht gesucht und sind katastrophalen Bedingungen ausgesetzt.

Es ist weniger bekannt, dass eine kleine Minderheit unter den Rohingyas Christen sind. Als Konvertiten aus dem Islam erleiden sie eine unbarmherzige Absonderung. Sie werden auf Abstand gehalten und von ihrem eigenen Volk unterdrückt. Sie erfahren wegen ihrer ethnischen Zugehörigkeit und ihres Glaubens doppelte Verfolgung.

Amod* ist einer dieser Christen. Seit er sich zu Jesus bekennt, ist er ständig auf der Flucht. Als er 2011 von Dorfbewohnern mit dem Tod bedroht wurde, musste er nach Bangladesch flüchten. «In Bangladesch herrscht auch keine Religionsfreiheit. Die Behörden haben mich anderen Rohingyas zugeordnet, aber diese haben mich nicht akzeptiert und mich bedroht. Ich möchte an einem Ort leben, wo ich offen sagen kann, dass ich Christ bin», erklärt Amod. So beschloss er, mit sieben anderen Familien in derselben Lage nach Indien zu gehen.

In Indien wurde die Gruppe (40 Christen mit Kindern und zwei schwangeren Frauen) vom Hochkommissariat für Flüchtlinge der Vereinten Nationen einem Flüchtlingslager mit 1200 muslimischen Rohingyas zugeteilt. Aber diese entdeckten schon sehr bald, dass sie Christen waren und vertrieben sie.

Später wurde Amod in Indien als Flüchtling anerkannt. Eine Weile lang hauste er mit anderen christlichen RohingyaFlüchtlingen in einem notdürftigen Lager aus Holz und Plastik. Er kümmerte sich als Pastor um diese Gemeinde. Kürzlich haben wir erfahren, dass er erneut vertrieben wurde…

*Deckname

(Bild: Rohingya Flüchtlinge in Bangladesh erhalten Nothilfe)

Ein Open Doors Team konnte Rohingya Flüchtlingen in Bangladesch Nothilfe leisten. Tausend Familien erhielten dringend benötigte Artikel wie Kleider, Reis, Linsen und andere Lebensmittel.

SourceOpen Doors