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Somalia: Konvertitin ermordet

Foto : Somalia: Konvertitin ermordet
Keine Freiheit am Horn von Afrika




Bild: Impression aus Somalia - farbenfroh, aber wenig Freiheit für Andersgläubige.










Ehemalige Muslime leben in Somalia gefährlich. Die Konvertitin Mariam Muhina Hussein wurde wegen ihrem neuen Glauben umgebracht.

Roggwil, 22. Oktober 2009 – „Reporter ohne Grenzen“ bezeichnet Somalia als eines der Länder, in welchem die Arbeit am schwierigsten ist, und „Transparency International“ führt die ostafrikanische Nation als derzeit korrupteste Nation auf ihrem Index. Die Unfreiheit zeigt sich auch im Glaubensleben. Mariam Muhina Hussein (46) war früher Muslimin und wechselte dann zum christlichen Glauben. Später leitete sie eine christliche Gemeinschaft. Dann erschlich die Frau des Scheich Arbow ihr Vertrauen. Zögernd soll sie ihr schliesslich eine Bibel übergeben haben. Scheich Arbow wertete dies als „Schändung des Islam“ und liess Mariam hinrichten. Scheich Arbow gilt als Mitglied der radikal-islamischen Al-Shabaab-Miliz, die eingangs Woche – am 19. Oktober – mit einem Verbot von Büstenhalter auf sich aufmerksam machte. Der Mord an Mariam wurde eben erst bekannt, er wurde Ende September verübt.
 
Kein Einzelfall
Morde an Christen sind in Somalia kein Einzelfall. Gerade die Al-Kaida-nahe Miliz Al-Shabaab strebt eine strenge Form des Islams und des islamischen Rechts an. In kontrollierten Gebieten setzt sie die Scharia durch. Ziel, so Informanten von Open Doors, sei auch die „Säuberung“ Somalias von Christen. Die Miliz würde Menschen, die Christen wurden, überwachen. Wie die Agentur Reuters berichtete, wurden am 10. Juli in Baidoa sieben Christen von Al-Shabaab-Anhängern enthauptet, am 12. Juli wurde Mohammed Sheikh Abdiraman ermordet und eingangs Jahr wurden zwei minderjährige Söhne eines Pastors von dieser Miliz enthauptet.
 

 
 
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