Somalia
Im Laufe des Berichtszeitraums verschlimmerte sich die Lage für Christen in Somalia. Äthiopische Streitkräfte verließen das Land im Januar 2009. Scheich Sharif Sheikh Ahmad von der oppositionellen Allianz zur Befreiung von Somalia (ARS – Alliance for the Reliberation of Somalia mit Sitz in Dschibuti) wurde vom Parlament der Übergangsregierung als Präsident vereidigt.
In der Hoffnung, die Unterstützung der Allgemeinheit für die Regierung zu stärken, sie von den islamistischen Milizen abzubringen und damit einen Aufstand zu bekämpfen, stimmte das Parlament im April 2009 einstimmig für die Einführung des islamischen Rechts (Scharia). Radikal-islamische Milizen wie Al-Shabaab und der rivalisierende Hizbul-Islam kontrollieren den Hauptteil des Südens Somalias und bekämpfen Sheikh Ahmad und seine Regierung in der Hauptstadt Mogadishu.
Christen stehen unter Beobachtung vonseiten der Regierung und der islamischen Milizen. Die extremistische Al-Shabaab macht regelrecht Jagd auf Christen. Open Doors erhielt Berichte über mindestens elf Christen, die aufgrund ihres Glaubens ermordet wurden. Etliche weitere mussten fliehen, wurden entführt, festgenommen oder verletzt. Die «Transitional Federal Charter of the Somali Republic» sieht Religionsfreiheit vor, aber in der Praxis wird dieses Recht wenig respektiert. Denn die Charta etabliert auch den Islam als nationale Religion. Kein Gesetz darf dem Islam widersprechen. Die meisten Christen leben in Südsomalia.
Es sind nur wenige. Sie werden schwer verfolgt und praktizieren ihren Glauben im Geheimen. Sie leben unter außerordentlich gefährlichen Bedingungen. Außerdem gibt es einige wenige Christen in Puntland und Somaliland. Weitere somalische Christen leben als Flüchtlinge in benachbarten Ländern.
In der Hoffnung, die Unterstützung der Allgemeinheit für die Regierung zu stärken, sie von den islamistischen Milizen abzubringen und damit einen Aufstand zu bekämpfen, stimmte das Parlament im April 2009 einstimmig für die Einführung des islamischen Rechts (Scharia). Radikal-islamische Milizen wie Al-Shabaab und der rivalisierende Hizbul-Islam kontrollieren den Hauptteil des Südens Somalias und bekämpfen Sheikh Ahmad und seine Regierung in der Hauptstadt Mogadishu.
Christen stehen unter Beobachtung vonseiten der Regierung und der islamischen Milizen. Die extremistische Al-Shabaab macht regelrecht Jagd auf Christen. Open Doors erhielt Berichte über mindestens elf Christen, die aufgrund ihres Glaubens ermordet wurden. Etliche weitere mussten fliehen, wurden entführt, festgenommen oder verletzt. Die «Transitional Federal Charter of the Somali Republic» sieht Religionsfreiheit vor, aber in der Praxis wird dieses Recht wenig respektiert. Denn die Charta etabliert auch den Islam als nationale Religion. Kein Gesetz darf dem Islam widersprechen. Die meisten Christen leben in Südsomalia.
Es sind nur wenige. Sie werden schwer verfolgt und praktizieren ihren Glauben im Geheimen. Sie leben unter außerordentlich gefährlichen Bedingungen. Außerdem gibt es einige wenige Christen in Puntland und Somaliland. Weitere somalische Christen leben als Flüchtlinge in benachbarten Ländern.
(Januar 2010)
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