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Familientragödie in Pakistan
12jährige zu Islam und Hochzeit gezwungen
Sajida Mashi, die Mutter der zwölfjährigen Huma, will per Gericht ihre Tochter zurückgewinnen. Das christliche Mädchen wurde in der Provinz Punjab entführt und gezwungen, den Islam anzunehmen und einen 37jährigen Muslim zu heiraten. Dies ist kein Einzelfall – Open Doors ist sehr besorgt.
Roggwil, 18. Juni 2009 – Von offizieller Seite hörte Sajida Mashi wenig Erfreuliches: Sie könne nichts mehr tun, um ihre Tochter zurückzugewinnen, da diese nun Muslimin sei. Verschiedentlich wurden in Pakistan Teenager christlicher Eltern entführt und gezwungen, den Islam anzunehmen, um danach mit einem Muslim verheiratet zu werden. Öfter blitzen danach die Eltern vor Gericht ab, da muslimische Kinder nicht von Christen erzogen werden dürfen. Die Anwaltsfirma CLAAS dokumentiert verschiedene Fälle.
Mashi sagt, dass Huma von Muhammad Imran am 23. Februar 2009 mit vorgehaltener Pistole in der Stadt Hanif Kot im Distrikt Gujranwala entführt wurde; dieser liegt im Nordosten der Provinz Punjab. Imran ist seither mit seiner ersten Frau, den drei Kindern und seiner neuen Kinderbraut Huma untergetaucht.
Entführt
Mashi arbeitete zusammen mit Imran als Landarbeiterin. Sie sagt, dass Huma gekidnappt wurde, als ihr Sohn heiratete. Mashi habe Huma gemeinsam mit ihrer Tante losgeschickt um nachzusehen, ob das Transportmittel für das Hochzeitsfest angekommen war. Imran, der mithalf, die Zeremonie vorzubereiten, wartete mit einem Motorrad und sagte, sie solle aufsitzen. Aber Huma lehnte ab. Da habe Imran eine Pistole gezogen und gedroht, sie und ihre Eltern zu erschiessen, falls sie ablehnen würde. So ging Huma mit und wurde seither von ihren Eltern nicht mehr gesehen.
Ihre Mutter rannte umgehend zum Farmbesitzer, Khan Buhadur. Dieser wollte aber erst später Zeit haben. Als Sajida Mashi ihn schliesslich sprechen konnte, sagte Buhadur, Imran sei mit seiner Familie geflohen. Mashi verdächtigt Buhadur der Komplizenschaft. Bei der Polizei wollte man ihr ebenfalls nicht helfen. Sie schickten sie zum Farmbesitzer zurück, nur er könne etwas tun. Mehrere Tage wurde sie zwischen den beiden hin und her geschickt.
Anwalt hilft
Die Polizei habe den Fall erst drei Tage später überhaupt aufgenommen und das Alter des Kindes von 12 auf 16 hochgeschraubt. Später erfuhr sie von einem Freund Imrans, einem gewissen Javed, dass ihre Tochter zum Islam konvertiert sei und dass sie von der Polizei keine Hilfe erwarten könne, da er dieser 50'000 Rupien bezahlt habe (rund 500 Euro). Imran habe bei der Polizei zudem eine Annullierung der Aufnahme gefordert, da das Mädchen erwachsen sei und freiwillig zum Islam übergetreten sei – was die Geburtsurkunde widerlegt. Gemäss dieser kam Huma am 22. Oktober 1996 zur Welt.
Hilfe findet Masih nun bei einem Anwalt, der unterstützt wird vom “American Center for Law and Justice”. Dieser versucht nun, den Fall vor Gericht zu verhandeln.
Der Fall von Masih ist kein Einzelfall. Open Doors kennt verschiedene vergleichbare Fälle aus Pakistan, bei denen christliche Kinder entführt und anschliessend zwangsislamisiert und verheiratet werden. Die Eltern können vor Gericht jeweils nichts bewirken.
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