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Ägypten: Religionsapartheid im Nationalteam
Christen dürfen nicht für Ägypten spielen
Mit unbändigem Offensivdrang ist die ägyptische Nationalelf am diesjährigen Africa Cup nicht zu bremsen. Für Schlagzeilen sorgt aber auch Trainer Hassan Schehata: Er betont, dass er nur Muslime spielen lässt, schildert die „Süddeutsche“. Auch wenn ein andersgläubiger Dribbelkünstler besser wäre.
Bild: Die Al-Azhar-Universität in Kairo prägt die arabische wie auch die islamische Welt.
Bild: Die Al-Azhar-Universität in Kairo prägt die arabische wie auch die islamische Welt.
Roggwil, 29. Januar 2010 – Spielfreudig und abschlussstark zeigt sich Titelverteidiger Ägypten am Africa Cup in Angola. Wuchtig wurde sowohl gegen Nigeria im Gruppenspiel wie auch gegen Kamerun im Viertelfinale jeweils ein 0:1-Rückstand zu einem triumphalen 3:1-Erfolg. Am Sonntag stehen die „Pharaonen“ nun im Finale gegen Ghana.
Trainer diktiert Religionsapartheid
Der Trainer der Söhne des Nils setzt eine eigenwillige Aufstellungspolitik durch - Die „Süddeutsche" zitiert den ägyptischen Coach: „Ohne gottesfürchtiges Verhalten werde ich nie einen Spieler aufstellen, unabhängig von seinem Potential." Auch Dortmund-Stürmer Mohammed Zidan, der beim öffentlichen Gebet auf dem Rasen nicht mitmachte, wurde schliesslich von Schehata auf die Knie zitiert.
Der Trainer der Söhne des Nils setzt eine eigenwillige Aufstellungspolitik durch - Die „Süddeutsche" zitiert den ägyptischen Coach: „Ohne gottesfürchtiges Verhalten werde ich nie einen Spieler aufstellen, unabhängig von seinem Potential." Auch Dortmund-Stürmer Mohammed Zidan, der beim öffentlichen Gebet auf dem Rasen nicht mitmachte, wurde schliesslich von Schehata auf die Knie zitiert.
Open Doors ruft die Verbandsfunktionäre auf, sich sportlich gegenüber der andersgläubigen Minderheit im eigenen Land zu verhalten und bei den Aufgeboten nicht die Religion als Zünglein an der Waage spielen zu lassen.
Nur die Spitze des Eisbergs
Open Doors beobachtet die Diskriminierung der christlichen Minderheit seit Jahren mit grosser Sorge. Die Religionsapartheid im Nationalteam ist nur die Spitze des Eisbergs, auf dem Weltverfolgungsindex liegt Ägypten auf Rang 20. In Ägypten kann ein Christ zum Islam konvertieren, Muslime jedoch, die Christen geworden sind, haben keine rechtliche Möglichkeit, den Religionseintrag in ihren Ausweisen von „Muslim“ auf „Christ“ ändern zu lassen. Immer wieder ereilen uns Berichte, christlicher Mädchen, die entführt und zwangsislamisiert wurden, verschiedentlich werden Anschläge auf Kirchen verübt, so zuletzt anlässlich der Weihnachtsfeier der ägyptischen Christen am 6. Januar, in Nag Hamadi, als sieben Christen erschossen wurden.
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