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Marokko: Dutzende Christen des Landes verwiesen

Foto : Marokko: Dutzende Christen des Landes verwiesen
Ausweisung trotz Anerkennung
 
Seit rund einer Woche werden ausländische Christen aus mehreren Städten Marokkos des Landes verwiesen. Bereits vierzig mussten gehen, darunter auch Mitarbeiter eines Waisenhauses.
 

Im Bild: Die Hassan II. Moschee in Casablanca ist eine der grössten Moscheen der Welt.

 
Roggwil, 15. März 2010 – Unter anderem wurden die Verantwortlichen eines Waisenhauses ausgewiesen, das rund hundert Kilometer von der Stadt Fez entfernt liegt. Mehrere Ehepaare hatten sich für die Waisenkinder eingesetzt und wollten diese bis zum Erwachsenwerden begleiten. Die 16 Christen, die im Waisenhaus „Dorf der Hoffnung“ von Ain Leuh arbeiteten, wurden des Proselytismus bezichtigt und letzte Woche des Landes verwiesen, obschon das Haus von Christen und Muslimen geführt wurde.
Die 33 Kinder, die bei den Familien im Waisenhaus ein neues Zuhause gefunden hatten, wurden nun zum zweiten Mal verlassen. Die Ausweisungen erfolgten, obwohl das „Dorf der Hoffnung“ seit Beginn vor zehn Jahren mit der Einwilligung der marokkanischen Regierung arbeitete und nun auch eine Anerkennung als soziale Institution beantragt hatte.
Die insgesamt vierzig Ausgewiesenen waren Mitarbeiter verschiedener Hilfswerke. Die Frage bleibt, ob einheimische Christen künftig wieder vermehrt unter Druck geraten.
 

 
 
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