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60 Jahre Volksrepublik China

Foto : 60 Jahre Volksrepublik China
Die Freiheit ruft – aber für viele noch zu leise
 

Bild: Die grosse Mauer als Symbol - manche Christen können ihren Glauben in China frei leben, in manchen Gegenden ist die Unterdrückung aber geblieben.

 
In den letzten Jahrzehnten sind chinesische Minderheiten in der Ausübung ihrer Religion freier geworden. So steht beispielsweise die weltweit grösste Bibeldruckerei inzwischen in China. Andererseits werden in manchen Gegenden Pastoren immer noch hinter Gitter gesperrt und christliche Versammlungen aufgelöst.
 
Roggwil, 29. September 2009 – Früher war die Bibel in China illegal. In den letzten zwanzig Jahren wurden in China fünfzig Millionen Bibeln gedruckt, im letzten Jahr nahm die weltgrösste Bibeldruckerei in China ihre Arbeit auf. Sie gibt jährlich mehr als zehn Millionen Bibeln heraus. Auch wenn dies zur Zeit die Nachfrage noch nicht zu decken vermag – es ist ein Beispiel für den Wandel im 1,3-Milliarden Staat.
 
Teil ebenfalls noch da: Verfolgung
Betreffend Toleranz herrschen landesweit beträchtliche Unterschiede. In einigen Gegenden können Christen auch in nicht-staatlichen Kirchen ihre Lieder aus voller Kehle singen und sie dürfen ihre Gemeindehäuser bauen. In anderen Bundesstaaten werden die Leiter dieser Kirchen inhaftiert, geschlagen und die Versammlungen aufgelöst. So wurde auch die Sängerin Xiao Min zweimal verhaftet, mittlerweile ist sie untergetaucht.
 
Pastoren weggewiesen
Hin und wieder gibt es von höheren Regierungsbeamten angeordnete Razzien in unregistrierten Gruppen, gewöhnlich vor grösseren Veranstaltungen auf nationaler oder internationaler Ebene. So wurden etwa vor der Olympiade 2008 in Peking verschiedentlich Pastoren vorübergehend aus der Hauptstadt geschafft. Durchschnittliche Gläubige werden normalerweise nicht inhaftiert und geschlagen, aber sie erfahren Diskriminierung und Belästigung.

Open Doors begrüsst, dass in einigen Gegenden Christen und auch andere Gruppen mehr Freiheit und Menschenrechte geniessen. Für die teils immer noch massiv Unterdrückten wird Open Doors weiterhin die Stimme sein, die selbst noch keine haben.
 

 
 
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