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Afghanistan

Foto : Afghanistan
In Afghanistan Christ zu sein ist immer noch außerordentlich schwierig, vor allem, weil die Verfassung auf islamischen Grundsätzen basiert. Zudem ist der Islam Staatsreligion und die Gesetze dürfen den Überzeugungen und Vorschriften des Islam nicht widersprechen.

Das vorige Jahr war hart für die Christen, da der Einfluss des Islam mit dem Einfluss der Taliban in vielen Provinzen zugenommen hat. Die Taliban haben dort arbeitende Ausländer, christliche Entwicklungshelfer und einheimische Christen bedroht.  Der gesellschaftliche Druck vonseiten der Familie und der Gesellschaft auf Christen ist immer noch sehr hoch.

Einheimischen Muslimen, die ihren Übertritt zum Christentum nicht verborgen hielten, wurde oft mit Gewalt und sogar mit der Ermordung – auch der Familie - angedroht. Die Drohungen sollten einschüchtern und Christen zwingen, ihrem neuen Glauben abzuschwören.

In manchen Fällen wurden Muslime, die sich kürzlich zum Christentum bekehrt hatten, verletzt und Christen verschleppt. Zudem wurden Christen in der Schule und am Arbeitsplatz oder auf Behörden diskriminiert. Infolgedessen praktizieren die meisten Christen ihren Glauben nicht in der Öffentlichkeit. Sie fühlen sich auch nicht frei, eine Hausgemeinde zu besuchen oder sich zu versammeln. Soweit Open Doors bekannt ist, im Berichtszeitraum kein Christ um seines Glaubens willen getötet worden. Trotz aller Härte kommen weiter Muslime in Afghanistan zum christlichen Glauben.

(Januar 2010)

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