Children Pakistan
 

Pakistan: Neue Hoffnung für christliche Flutopfer

Anfang März 2011 half eine Partnerorganisation von Open Doors beim Schliessen des Zeltlagers im Norden, das nach den Überschwemmungen im August 2010 den obdachlosen christlichen Familien Zuflucht bot. Das Team unterstützt sie bei der Rückkehr in ihre erst teilweise neu aufgebauten Dörfer. Die Zelte nehmen sie mit.
Die Kinder wollten nicht zurück. "Ich sagte meiner Mutter, es ist doch egal, dass unser Kühlschrank und alles andere weg ist. Hier haben wir Freunde und sind wie eine Familie. Das hatten wir vorher nicht. Wir sollten immer hier bleiben", sagte ein Siebenjähriger.
Daheim konnten sie sich nie so unbeschwert mit anderen vergnügen. Muslimische Kinder spielen nicht mit ihnen. Die Familien leben als Christen isoliert und verstreut in islamischen Gebieten. Wenn sie so frei miteinander über Gott sprechen wie hier, droht ihnen eine Anzeige wegen Blasphemie. Im Lager bot sich die einmalige Gelegenheit, den Kindern Bibelunterricht zu erteilen. Und die Lehrer und Betreuer taten alles, um die Christen gut auf den Alltag im feindseligen Umfeld vorzubereiten.
Der Abschied ist hart. Aber die Christen gehen mit neuer Hoffnung. Denn sie haben erfahren, dass sie nicht allein sind, dass Tausende Christen für sie beten. Nun können sie die Liebe und Freude, die sie im Lager erlebt haben, an andere weitergeben.

Zusammen mit lokalen Partnern half Open Doors 15’000 Flutopfern u.a. mit:

  • Soforthilfe: Lieferung von Nahrungsmitteln, Trinkwasser, Kochgeräten, Zelten
  • Medizinische Versorgung
  • Unterstützung bei der Reparatur und dem Wiederaufbau der Häuser
  • Bestandsaufnahme über zerstörte Kirchengebäude und Bedürfnisse der Gemeinden
  • Beratung und Schulung in Katastrophenmanagement, Gesundheit und Hygiene
  • Ermutigung zum christlichen Zeugnis im islamischen Umfeld.

Die Projekte von Open Doors wie Alphabetisierungskurse und Lehrerschulung liefen weiter.

In der zweiten Projektphase steht die Unterstützung beim Wiederaufbau im Mittelpunkt. Weiterhin werden die drei Ambulatorien in den vier betroffenen Provinzen unterwegs sein und die betroffenen Christen von lokalen kirchlichen Mitarbeitern betreut.

"Unsere Unterstützung ging weit über praktische Hilfe hinaus. Wir glauben, dass Gott uns befähigt hat, den Geschwistern auch geistlich beizustehen, also viel ganzheitlicher als das andere Hilfsorganisationen tun."

"Wir möchten allen danken, die zur Unterstützung der Flutopfer beigetragen haben. Sie ermöglichten uns, diesen entsprechend ihrer Bedürfnisse ganz konkret zu helfen. An Weihnachten konnten wir sie sogar mit einer Feier und Geschenken ermutigen."

Ein Projektkoordinator

Foto: Weihnachtsfeier mit Bescherung im Zeltlager

Mai 2011