Orissa: Ermutigung zur gegenseitigen Hilfe
"Seit der Rückkehr aus dem Flüchtlingslager leben wir in einem Zeltdorf. Es ist sehr abgelegen. Open Doors ist die einzige Organisation, die uns regelmässig besucht."
Mehr als drei Jahre nach der massiven Gewalt im Bezirk Kandhamal liegt die Existenz von zahlreichen Christen noch immer in Trümmern. Bis heute konnten etwa 3000 Christen nicht in ihre Dörfer zurückkehren. Sie haben Angst, weil die Lage angespannt bleibt oder Extremisten verweigern ihnen den Zugang, wenn sie nicht Hindus werden. Die Rehabilitation dieser Christen bleibt ein Schwerpunkt unserer Arbeit. Wir unterstützen sie beim Aufbau von Zellgruppen, in denen sie sich gegenseitig helfen. "Wir sind 14 Familien, die ausserhalb unseres Dorfes in Hütten leben müssen", erzählt ein Betroffener. "Wir haben alles verloren, aber wir sind glücklich, Gott zu dienen. Mit Hilfe von Open Doors haben wir zwei Gruppen gegründet. Wir treffen uns zwei Mal pro Woche, sprechen und beten miteinander. Wir koordinieren unsere Lebensunterhaltsprojekte und ermutigen uns im Glauben. Das ist ein grosser Segen.". Open Doors steht mit über 6000 Christen in regelmässigem Kontakt.
2011 führte Open Doors Verfolgungs- und Rechtsseminare sowie Programme für Frauen, Kinder und Jugendliche durch, die ihnen helfen, ihre Erlebnisse zu verarbeiten.
"Durch die Trauma-Begleitung hat Gott mir neue Hoffnung geschenkt. Ich konnte anfangen, für die Gewalttäter zu beten. Heute gehöre ich zum Betreuungsteam von Open Doors und kann andere traumatisierte Opfer beraten."
Januar 2012