Kolumbien: 10 Jahre Zufluchtszentrum "El Hogar"

Freude und Dankbarkeit zu Gott waren offensichtlich an der 10-Jahres-Feier des Zufluchtszentrums "El Hogar", wo Anfang Dezember 2010 die erste Diplomfeier für 7 Studenten stattfand.
Jacqueline ist die Älteste, die ihre 10-jährige Schulbildung abgeschlossen hat. Sie denkt zurück an die Treue Gottes an diesem besonderen Ort, wo sie als Kind der verfolgten Kirche nicht nur Sicherheit, sondern eine Ausbildung mit gehobenem Niveau gefunden hat.
Sie erinnert sich an alles, was sie hier erfahren hat, die Liebe und Unterstützung der Erzieher und Lehrer, die praxisbezogene Arbeit auf dem Bauernhof, die abwechslungsreichen Kurse, darunter Kunst und Musik, ohne die Glaubensschulung und die zwei Jahre Computer-Fachkenntnisse zu vergessen. Nach einer sechsmonatigen Schule mit "Jugend mit einer Mission", wird sie im Juni als Erzieherin ins "El Hogar" zurückkommen und möchte gleichzeitig Informatik studieren.
Ihre Mutter sagte: "Ich bin Gott und Open Doors so dankbar. Im schwierigsten Zeitpunkt unseres Lebens ist meine Tochter in den Genuss dieses wunderbaren Ortes gekommen. Ich finde keine anderen Worte, als diese, die aus meinem Herzen sprechen."
Und die anderen Absolventen? Gilberto wird für ein Jahr in den Militärdienst treten. Mit einem Stipendium für Wirtschaftswissenschaften in der Tasche, wird auch er als Erzieher im Zentrum arbeiten. Blanca wird in die Region zurückkehren, wo einst ihr Pastor-Vater ermordet wurde; sie möchte gleichzeitig arbeiten und studieren. Sergio will sein Informatik-Studium mit der Wartung von Computern finanzieren. Angie möchte Graphikerin werden und auch Pedro möchte eine Fortbildung in Informatik absolvieren. Marino ist ab Januar 2011 der erste Absolvent, der als Erzieher im Kinderzentrum tätig ist. Es ist sein Ziel, einen Schulungskurs für seine indigenen Geschwister zu entwickeln.
"El Hogar" war der Traum des früheren Regionalleiters von Open Doors. Er wollte den Kindern von verfolgten Pastoren eine Schulbildung in einer geschützten Umgebung bieten, und Kinder aufnehmen, die in Gefahr einer Zwangsrekrutierung der Guerilla waren.
Heute bietet das Zentrum Zuflucht für rund 50 Kinder im Alter von 10 bis 19 Jahren.

März 2011