Schreiben Sie Susan (Uganda)

Ermutigung für eine Jugendliche

Susans erste Schritte (Update vom Januar 2012)

"Gott tut Wunder" schrieb Iris nach ihrem letzten Besuch bei ihrer Freundin Susan Ithungu (14). Ihr Vater hatte die neu getaufte Christin monatelang in einem Zimmer eingesperrt, weil sie sich weigerte, ihren Glauben aufzugeben. Nachbarn fanden sie fast verhungert und gelähmt. Open Doors startete eine weltweite Gebets- und Schreibaktion, um ihr Kraft und Trost zu spenden.
Die Ergotherapeutin Iris betreute Susan ein Jahr lang im Krankenhaus. Sie schrieb in einem E-Mail: "Ich freue mich, dass Susan so viele ermutigende, segensreiche Briefe erhält. Ihr Leben ist mehr als ein Wunder! Sie wurde im Oktober 2010 stark unternährt und mit extremen Schmerzen ins Krankenhaus eingeliefert, nachdem sie drei Monate lang in einem dunklen Raum eingesperrt gewesen war. Sie konnte sich nicht bewegen und schrie bei der kleinsten Berührung. Nach vielen schmerzhaften Behandlungen wurde sie im Februar in Kampala operiert. Danach kam es wegen Osteoporose zu einem Knochenbruch und sie musste mit noch heftigeren Schmerzen zurück ins Kagando Hospital. Keiner glaubte mehr daran, dass sie jemals würde an Krücken gehen, geschweige denn stehen können. Oft haben meine Kollegin und ich uns gefragt, was wir noch tun können. Wir haben einfach mit ihr gebetet, die Bibel gelesen, gespielt oder gemalt. Das hat ihrer Seele gut getan. Schliesslich wagten die Ärzte und auch ausländische Spezialisten keine Operation mehr. Aus medizinischer Sicht konnte nichts mehr für sie getan werden."
Inzwischen ist Susan entlassen worden und lebt bei ihrer Tante. Sie kann ihre Beine nicht bewegen und ist auf Gehhilfen angewiesen. Der Zustand des linken Beins hat sich verschlimmert; es ist steif und schmerzt. Doch sie kann sich wieder alleine waschen, anziehen und auf die Toilette gehen. Iris schreibt: "Was mich am meisten beeindruckt, ist ihr starker Wille und ihre Fröhlichkeit. Obwohl ihre Lage so aussichtslos war, hat sie immer gelächelt und viele Schmerzen ertragen. Sie ist mir sehr ans Herz gewachsen. Ich weiss, dass sie für viele Menschen ein Zeugnis sein wird!"

Rückblick
Nach ihrer Bekehrung zu Jesus, wurde die 14-jährige Susan Ithungu sechs Monate lang von ihrem Vater in einen dunklen Raum gesperrt.
Susan stammt aus einer muslimischen Familie aus dem Dorf Isango (Bezirk Kasese) im Südwesten des ostafrikanischen Landes. Nach der Scheidung ihrer Eltern mussten sie und ihr kleiner Bruder Mbusa bei ihrem Vater leben. Im Frühjahr 2010 sprach ein Prediger in ihrer Schule über die Liebe Gottes. "Ich hörte, dass Jesus für uns gestorben ist, damit wir ewigen Frieden bekommen, und auf der Stelle wollte ich Christ werden", erzählte Susan später.

Eine folgenreiche Entscheidung
"Als mein Vater von meiner Bekehrung erfuhr, bedrohte er mich und meinen Bruder und verbot uns in die Kirche zu gehen", erinnert sich die 14-Jährige. "Andernfalls würde er uns am helllichten Tag umbringen." Susans Vater misshandelte sie und wollte den Glauben an Jesus aus ihr herausprügeln. Als alles nichts half, sperrte er die Tochter ein. Ganze sechs Monate lang vegetierte das Mädchen in einem dunklen Raum vor sich hin. Der kleine Bruder trug schwer an diesem düsteren Geheimnis. Niemand durfte davon erfahren, hatte ihm sein Vater eingeschärft. Doch immer wenn der fort war, röstete Mbusa Bananen für Susan und schob sie unter der Tür durch.

Endlich befreit
Erst als Nachbarn die Polizei holten, wurde Susan befreit und ins Krankenhaus gebracht. Das Mädchen war abgemagert, hatte Lähmungserscheinungen und konnte nicht sprechen. Über Monate bangten ihr Bruder, Ärzte und die ganze Gemeinde um ihr Leben.
"Durch Gottes Gnade ist Susan noch am Leben", erzählt Pastor Baluku bei einem Besuch von Open Doors. "Sie kann noch nicht laufen, aber sie hat schon wieder gesprochen. Trotz allem will sie Jesus nicht aufgegeben." Pastor Baluku bittet um Gebet für ihre Genesung und für die Heilung ihrer verletzten Seele.

Beten Sie für Susan und auch für Mbusa. Schreiben Sie ihnen einige Mut machende Worte in Englisch auf eine schöne Postkarte und schicken Sie sie bis Ende Juli 2012.

Schreibanleitung:
Stecken Sie die Postkarte in einen Briefumschlag und senden Sie diesen an unsere Adresse.
Schreiben Sie die Adresse von Open Doors nicht auf die Karten.
Legen Sie kein Geld bei.
Geben Sie Ihre Adresse nicht bekannt, nur Ihren Namen und Ihr Land.
Erwähnen Sie Open Doors nie.
Vermeiden Sie Anspielungen auf den Islam.

Wir werden die Post weiterleiten

Herzlichen Dank!

Infos Dezember 2011, Update Januar 2012