Women
 

Erlebnisberichte

von Frauen aus aller Welt

Ägypten: Den Selbstwert der Frauen stärken

"Im Islam gelten Frauen nicht als vollwertige Menschen", sagt Salima. "Wir wollen dieses Stigma durchbrechen." Die ägyptische Fachärztin leitet das Gesundheits-programm einer grossen Gemeinde. Konfrontiert mit der Not der Frauen, gab deren Pastor der Anstoss zu einer Konferenz.
300 Frauen nahmen daran teil. "Sie beschäftigten sich mit der Frage, welchen Platz und welche Aufgabe Gott für sie vorgesehen hat", erzählt Salima. Die Antwort kam rasch: "Wir gründeten ein Werk für Frauen, das den Namen der beiden grossen christlichen Vorbilder Maria und Elisabeth trägt." Elisabeth steht für die Frauen, die trotz Kinderwunsch lange kinderlos bleiben, und Maria für jene, die wegen einer Schwangerschaft ausserhalb der Ehe in Not geraten. Das Schulungsprogramm hat zum Ziel, Frauen auf der Grundlage christlicher Ideale geistlich und menschlich zu fördern: im Bezug auf den Charakter, emotionale Intelligenz, Selbstwert, Beziehungen und den Glauben durch Gebet und Bibelstudium. "Wir helfen ihnen zu erkennen, welch grossen Wert sie in den Augen Gottes haben und dass Er jeder von ihnen Talente geschenkt hat, die sie ausbilden und zum Dienst in der Gemeinde nutzen können."

 

Sudan: Kleinkredite verändern leben

In Khartum, der Hauptstadt von Sudan, herrscht große Armut, insbesondere unter den Flüchtlingen aus dem Süden. Viele Familien müssen mit rund zwei Franken pro Tag auskommen. Frauen sind von der Armut besonders betroffen. Für ihre Familie zu sorgen ist täglich eine gewaltige Herausforderung für sie.
Agok (39) kämpft, um ihre achtköpfige Familie mit dem kleinen Einkommen ihres Mannes zu ernähren. Vor zwei Jahren absolvierte sie eine sechsmonatige Berufsbildung von Open Doors, mit fünf Tagen Schulung über Kleinkredite. Nach dem Abschluss erhielt sie ein Darlehen von umgerechnet 250 Franken, womit sie einen Handel mit Frauenkleidern begann. "Bevor ich an dieser Schulung teilgenommen habe, hatte ich keine Ahnung, wie ich selber ein Einkommen erzielen könnte. Was ich im Unterricht gelernt habe, hilft mir nun täglich", meint Agok. Bereits nach wenigen Monaten erweiterte sie ihr Geschäft. Heute verkauft Agok verschiedene Produkte, darunter auch Mobiltelefone und Kühlschränke. Sie geht von Ort zu Ort, um ihre Ware anzubieten und erzählt dabei auch von Jesus. Ihr Zeugnis berührt ihre Kunden, die ihre Freundlichkeit und Ehrlichkeit bemerken. Heute steuert Agok einen beträchtlichen Beitrag zum Unterhalt ihrer Familie bei. Sie ist nicht die Einzige. Über 500 Frauen haben bereits an diesem Projekt teilgenommen.