Anzahl der Christen in eritreischen Gefängnissen

Von 2002, dem Beginn der staatlichen Verfolgung nichtregistrierter Gemeinden, bis Anfang 2011 sind 16 Christen in Haft gestorben. Im Januar 2011 nahmen Sicherheitskräfte über 100 Christen fest, darunter fast alle Mitglieder der "Philadelphia-Kirche" in der Hauptstadt Asmara. Mitte Dezember wurde mit dem anglikanischen Priester Ambrose Udaychand aus Indien der letzte ausländische Geistliche abgeschoben.
Nach jüngsten Angaben von lokalen Kirchenleitern sind rund 1500 Christen wegen ihres Glaubens unter teils unmenschlichen Bedingungen eingesperrt. Damit wurde die bisher geschätzte Zahl nach unten korrigiert. Die Gründe für die unterschiedlichen Schätzungen sind einerseits der Mangel an verlässlichen Informationsquellen. Oft verheimlichen die Leiter der verschiedenen Gemeinden die Verhaftungen aus Sicherheitsgründen, selbst untereinander. Andererseits ist es schwierig, "statistisch" mit der sich ständig verändernden Lage Schritt zu halten. Oft werden ganze Gruppen von Gläubigen verhaftet und wieder freigelassen.

Stand Februar 2011