Sudan und Südsudan : Sechs Monate nach der Abspaltung

Die Entführung von zwei Priestern im Sudan hat unter der christlichen Minderheit Panik ausgelöst, während im Südsudan Stammeskonflikte das neue Land stark herausfordern.(Der Nord-Sudan ist zum Sudan geworden.)

SoudanSeit der Abspaltung des Südsudans vor sechs Monaten fühlen sich die Christen im Norden des Landes zunehmend bedroht. So wurden am 15. Januar die beiden Priester Joseph Makway und Sylvester Mogga aus dem Pfarrhaus der katholischen Kirche St. Josephine Bakhita in Rabak enführt, rund 260 Kilometer südlich von Khartum.

Die Entführer gehören einer südsudanesischen Miliz an, die der Regierung in Khartum treu geblieben ist. Sie schlugen die Priester, bevor sie sie unter Waffenbedrohung abschleppten. Gemäss der internationalen Nachrichtenagentur Zenit sind die beiden zwar inzwischen wieder frei, doch hat dieser Vorfall unter der christlichen Minderheit im islamischen Sudan Panik ausgelöst.

Auch die Christen im Südsudan bleiben von der Gewalt nicht verschont. Seit Dezember 2011 haben Konflikte zwischen den Stämmen Lou Nuer und Murle im Bundesstaat Jonglei über 120‘000 Menschen vertrieben. Mehrere Kirchen sind von den Kämpfen betroffen und viele Christen sind umgekommen. Der Regierungsvertreter James Keya Papa erschien vor Ort, um einen Aufruf an die junge Generation zu richten. Er ermahnte sie, es sei nicht mehr die Zeit der Konflikte, sondern des Friedens.

Mit dieser Perspektive hat Open Doors bereits vor mehreren Jahren das Ausbildungszentrum Emmanuel (Bild) eröffnet. Es soll dazu beitragen, dass die Sudanesen über ihre Stammeskonflikte hinauswachsen und eine neue Einheit in Christus finden. Mehrere kleinere Regionalzentren sind im Bau im Südsudan.


Gebetsanliegen:

  • Danken wir Gott für die Freilassung der beiden Priester
  • Beten wir für die Christen im Sudan, die sich einer Verhärtung der Situation stellen müssen
  • Beten wir für die Christen im Südsudan und um eine Lösung der Konflikte

SourceOpen Doors